MBSR - Einführung


Was ist MBSR?

1979 gründete Jon Kabat-Zinn die Stress Reduction Clinic an der University of Massachusetts Medical School (der Medizinischen Fakultät der Universität von Massachusett) und entwickelte in diesem Zuge ein Programm, das den Namen MBSR - Mindfullness-Based Stress Reduction – trägt.

Mittlerweile ist das MBSR -Programm weltweit verbreitet und bietet den TeilnehmerInnen die Möglichkeit einen neuen Umgang mit Stress zu erlernen.

Ins Deutsche wird MBSR vor allem wie folgt übersetzt: Stressbewältigung durch Achtsamkeit.

Was heißt hier Stress?

Mit Stress ist hier jede Form der Herausforderung menschlichen Lebens gemeint. Das  können alltägliche Herausforderungen sein, wie berufliche Belastungen (z.B. Leistungsdruck, Fremdbestimmung, Umgang mit schwierigen Kollegen, Kunden, Vorgesetzten), familiäre Anforderungen (z.B. Partnerschaft, (Schwieger-)Eltern, Kinder) oder auch Doppelbelastungen (z.B. Vereinbarkeit von Familie und Beruf). Und das können besondere Herausforderungen sein, wie das Leben mit einer Erkrankung (z.B. Krebs, Herzkrankheit, Angststörung, chronischer Schmerz, Depression, Multiple Sklerose, Trauma) oder der Verlust eines geliebten Menschen.

Achtsamkeit im Kontext von MBSR

In einem 8-Wochen-Kurs findet eine intensive und systematische Schulung von Achtsamkeit durch Übungen in Ruhe sowie in Bewegung im Sitzen, Liegen und Stehen statt. Achtsamkeit bedeutet im Kontext von MBSR offenherzig, neugierig und nicht wertend, d.h. möglichst unvoreingenommen, jeden Augenblick präsent zu sein. Dadurch kommt es zu „einer zuvor unbekannten Ebene der inneren Kraft, der Selbst-bestimmung und Weisheit“ (aus „Gesund durch Meditation“ von Jon Kabat-Zinn, 2013).

Es wird davon ausgegangen, dass jeder die Fähigkeit für persönliches Wachstum, Entwicklung und Selbstheilung in sich trägt und Achtsamkeitstraining diese persönliche Entwicklung und Selbstheilung unterstützen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Der gegenwärtige Augenblick, das Jetzt ist der einzige Augenblick, in dem wir wirklich leben“

 

Jon Kabat Zinn